Veranstaltungen

African American Voice in American Culture

Online-Seminar

Datum: 7.6.2021

17:00 Uhr bis 18:00 Uhr

Kennziffer: 4741

Referent/in:
Prof. Dr Susanne Heinz (Christian-Albrechts-Universität zu Kiel)

Afroamerikanische Künstlerinnen und Künstler haben im 20. und 21. Jahrhundert die Musik, Kunst und Literatur der USA entscheidend geprägt. Zugleich haben sie in ihren Werken die eigene Lebenssituation künstlerisch verarbeitet und individuelle Ausdrucksformen für die Darstellung einer afroamerikanischen (Innen-)Perspektive entwickelt. Der große Fundus an literarischen Texten afroamerikanischer Autorinnen und Autoren bietet großes Potenzial für den Englischunterricht, sei es zur Förderung von (literaturbezogener und ästhetischer) Text- und Medienkompetenz, sei es für die Anbahnung von Prozessen interkulturellen Lernens und von critical thinking.
Auf Basis der literarischen Texte des Bigger Picture Reader: African Americans – History, Politics and Culture werden Unterrichtsvorschläge für die Behandlung unterschiedlicher Genres im Englischunterricht gemacht, wobei die im jeweiligen Text abgebildete Innenperspektive auf die afroamerikanische Lebenswirklichkeit ebenso Behandlung findet. So wirft Zora Neale Hurston in der Kurzgeschichte “The Conscience of the Court” (1950) ein Schlaglicht auf die Jim Crow-Ära im Süden der USA in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts. Das Gedicht “Liturgy” (2010) der zeitgenössischen Lyrikerin Natasha Trethewey vermittelt aus Sicht der afroamerikanischen Bevölkerung die ökologischen und wirtschaftlichen Folgen von Hurrikan Katrina für die Gulf Coast. Auf Basis eines Romanauszugs von Angie Thomas aktuellen Jugendbucherfolg On the Come Up (2019) werden Vorschläge für die Behandlung von Rap-Texten im Englischunterricht gemacht und aufgezeigt, wie interkulturelle Prozesse des Wahrnehmens und Reflexion bei den Schülerinnen und Schüler angeregt werden können.
Für die Behandlung afroamerikanischer Lyrik wird auf hilfreiche weiterführende Online-Materialien hingewiesen. Die Arbeit mit dem von der Referentin entwickelten “Multimodal Poetry Bullet Journal” will Mut machen, eingebunden in den Englischunterricht individuelle schülerzentrierte Zugänge zu Gedichten zu bieten. Die verschiedenen activities des “Poetry Journal” beinhalten analytische und kreative Aufgabentypen, um die bei Lyrik ganz besonders geforderte intensive und kreative Auseinandersetzung mit Sprache, Bildsprache und Stilmitteln zu fördern und damit gerade auch Lernenden mit bisher geringer Affinität oder Begeisterung für Gedichte neue und vor allem intensivere Zugänge zu diesem Genre zu erschließen.


Ship Fever: Eine aktuelle Kurzlektüre für die Oberstufe

Online-Seminar

Datum: 21.6.2021

17:00 Uhr bis 18:00 Uhr

Kennziffer: 4817

Referent/in:
Referent/in: Inge Straß (Lehrerin, Autorin) und Eva Erdmann-Schwarze (Lehrerin, Autorin)

Suchen Sie eine geeignete Lektüre für Ihren Oberstufen-Kurs? Ship Fever ist ein Kurzroman, der vielen Bedürfnissen entgegenkommt: Trotz seines historischen Themas – der Irish Famine und der daraus resultierenden Auswanderungswelle von Irland in die Neue Welt – bietet der Roman viele Verbindungen zur Gegenwart. Die Parallelen zu den globalen Migrationsbewegungen und zur Covid-Pandemie unserer Zeit drängen sich beim Lesen geradezu auf und bieten viele Sprechanlässe. Dabei ist der Roman mit seinen knapp über 100 Seiten auch für weniger leseaffine Schüler:innen gut zu bewältigen und lässt sich in nur acht Doppelstunden unterrichten. Ship Fever ist daher gerade für Kurse mit geringerem Stundenkontingent besonders geeignet. Wer außerdem die literaturanalytische und kreative Schreibkompetenz seiner Schüler:innen schulen und konsequent an deren Sprachkompetenz arbeiten will, für den hält das Lehrerhandbuch zum Roman viele Vorschläge bereit.
Wie die Arbeit mit Ship Fever im Klassenzimmer gelingen kann, davon berichten die beiden Autorinnen der Lehrerhandreichung zum Roman in diesem Online-Seminar.