Deutsch, Literatur im Unterricht

Mehrsprachigkeit und Mehrfachidentität im Deutschunterricht

Von Claudia Schulte

Unsere Bildungspläne fordern viel – inzwischen aber auch Dinge wie die Vermittlung der Fähigkeit zur Perspektivübernahme und Empathie durch Auseinandersetzung mit literarischen Texten. Schülerinnen und Schüler sollen ein Bewusstsein für die persönliche und gesellschaftliche Bedeutung von Sprache entwickeln. Auch Mehrsprachigkeit steht zunehmend im Fokus, da sie heute auch in Deutschland eine gesellschaftliche Realität abbildet.

Allgemein

Warum Lesen den Frieden fördert

Gedanken in einer Zeit des Krieges

von Dr. Ina Nefzer

Seit dem 24. Februar 2022 wird ein Land Tag um Tag zerstört, Menschen in ein immer größeres Unglück gestürzt, Millionen sind auf der Flucht. Verzweifelt, traumatisiert, aus einem Leben gerissen, in das sie so, wie es war, nie wieder werden zurückkehren können. Zu verschulden hat dies eine Haltung, die menschenverachtend und machtbesessen ist, die keine Gnade kennt. Wie können Menschen mit einer solchen Haltung Frieden schließen?

Englisch, Literatur im Unterricht

The Crossover im Unterricht

von benedikt rosmanith

In seinem erfolgreichen Roman The Crossover lädt Kwame Alexander junge Leser:innen dazu ein, sich mit den vielen Herausforderungen des Erwachsenwerdens zu befassen. Protagonist und Erzählinstanz ist Josh, der wie sein Bruder leidenschaftlich Basketball spielt und dabei zunehmend erkennt, dass im Leben wie im Basketballspiel Teamgeist und Fairplay wesentliche Konstituenten verantwortungsvollen Handelns sind.

Deutsch, Literatur im Unterricht

Lest. Dieses. Buch.

»Der Reisende« von Ulrich Alexander Boschwitz ist kein gewöhnlicher Roman, sondern ein Zeitdokument, das uns einen tiefen Einblick gewährt in das Deutschland des Novembers 1938. Jetzt ist er als Lektüre für den Unterricht erschienen.

von uwe Kalkowski www.kaffeehaussitzer.de

Erzählt wird von der Flucht Otto Silbermanns, eines jüdischen Kaufmanns aus Berlin, der – wie so viele andere – die immer massiver werdenden antisemitischen Verordnungen des Nazi-Regimes als etwas Vorübergehendes angesehen hatte. Er fühlte sich als deutscher Weltkriegsveteran, Träger des Eisernen Kreuzes und gut vernetztes Mitglied der Berliner Gesellschaft nicht davon betroffen. Bis im November 1938 die Situation vollkommen eskalierte, staatlich gesteuerter Terror zur »Reichspogromnacht« führte und jüdische Mitbürger drangsaliert, umgebracht oder verschleppt wurden.