Viele Lehrpersonen kennen diesen Trend: Kinder und Jugendliche lesen immer weniger. Stattdessen werden unmittelbarere, visuelle und digitale Medien bevorzugt, die die Aufmerksamkeit augenblicklich fesseln können. Als Schulbuchverlage – und im weiteren Sinne als Pädagogen – können wir diese Veränderung nicht ignorieren. Im Gegenteil, wir sind aufgefordert, die neuen Bedürfnisse der Schüler zu erkennen und Brücken zwischen ihrer Welt und der Welt der Bücher zu schlagen.

Jugendliche zum Lesen zu motivieren bedeutet auch, ihre Sprache zu sprechen und Themen anzusprechen, die ihnen Nahe stehen, der Bezug zur Aktualität wird zu einem grundlegenden Element. Viele vereinfachte Lesetexte bieten nicht nur große Klassiker, sondern behandeln auch zentrale Fragen der persönlichen und sozialen Entwicklung: Freundschaft, Mobbing, Respekt vor der Umwelt, Inklusion, den Umgang mit anderen. Durch das Lesen werden die Schüler dazu angeleitet, nachzudenken, kritisches Denken und Selbstständigkeit zu entwickeln und ihren Blick auf die Welt zu erweitern, indem sie über ihre persönlichen Erfahrungen und ihre Lebenswelt hinausgehen.

In diesem Zusammenhang erweist sich der Dialog zwischen Belletristik und Aktualität als besonders wirksam, die jüngsten Neuverfilmungen von Klassikern wie Frankenstein und Dracula sind gute Beispiele dafür. Werke aus dem 19. Jahrhundert rücken dank des Kinos wieder in den Mittelpunkt der Aufmerksamkeit, dringen in die Vorstellungswelt der Lernenden ein und wecken Neugier. Die vereinfachten Lektüren ermöglichen es, an dieses Interesse anzuknüpfen, indem sie zugängliche Versionen der Originaltexte anbieten und ein Kinoereignis in eine didaktische Gelegenheit verwandeln.

Diese Verbindung zwischen Buch und Film ist nicht neu. Auch in der Vergangenheit wurden viele Klassiker auf die Leinwand gebracht, zum Beispiel „Der große Gatsby“ von Francis Scott Fitzgerald, „Effi Briest“ von Theodor Fontane oder „Der kleine Prinz“ von Antoine de Saint-Exupéry. Durch vereinfachte Lektüren werden komplexe und universelle Themen im Unterricht verständlicher, während der Vergleich mit dem Film den kritischen Geist anregt: Was ändert sich bei der Umsetzung? Welche erzählerischen Entscheidungen werden getroffen? Wie verändert sich die Wahrnehmung der Figuren? Eine große, immer aktuelle Debatte könnte an dieser Stelle lauten: Ist es besser, zuerst das Buch zu lesen oder zuerst den Film zu sehen? Lassen Sie uns darüber im Unterricht diskutieren und hören wir uns an, was die Lernenden dazu zu sagen haben.

Aus Sicht des Sprachenlernens liegt der Wert dieses Ansatzes auf der Hand. Das Lesen festigt den Wortschatz und die Strukturen, Bilder unterstützen das Verständnis, Audioaufnahmen stärken die mündlichen Kompetenzen, Videos steigern die Motivation. Das Ergebnis ist eine reichhaltige, fesselnde Lernerfahrung, die auf die Sensibilität der heutigen Schülerinnen und Schüler abgestimmt ist. Indem sich die Lernenden mit den behandelten Themen identifizieren, die über das Lehrbuch und das Lesen hinaus gehen, werden Kompetenzen für das Leben entwickeln.

Genau aus dieser umfassenden und ganzheitlichen Perspektive bietet der ELi-Verlag Unterrichtsmaterialien, um die Klasse zum Lesen zu motivieren: in jedem Alter, auf jedem Niveau und an jedem Ort. Das Lesen wird so nicht nur zu einer Sprachübung, sondern auch zu einem Werkzeug, das motiviert, begeistert und mitreißt. Sorgfältig gestaltete Ausgaben mit zahlreichen Illustrationen, die einige Schlüsselszenen der Erzählung zusammenfassen und interpretieren, bieten den Schülerinnen und Schülern einen ersten visuellen Zugang zur Geschichte. Die Bilder können ein wichtiger Einstieg in die Erzählung sein, ein erster Schritt zum Verständnis des Textes und eine erste Aufwärmübung, um das behandelte Thema zu erraten.

Wichtig ist auch die wertvolle Unterstützung durch Audio- und Videomaterial, das das Leseerlebnis noch intensiver und interaktiver macht. Insbesondere Kindern ermöglichen Zeichentrickfilme, die Geschichte zu verfolgen, während die Figuren im Video zum Leben erweckt werden, wodurch das Buch zu einem multisensorischen Erzählerlebnis wird. Das Hörbuch ist nicht nur ein grundlegendes Instrument zur Verbesserung der Aussprache und des Hörverständnisses, sondern auch ein Mittel, um in die Atmosphäre der Geschichte einzutauchen, ihren Rhythmus, ihre Emotionen und die Nuancen der Figuren zu erfassen, und zwar jeder in seinem eigenen Tempo und mit der Möglichkeit, bei Bedarf innezuhalten oder erneut anzuhören.

Wir bringen das Lesen näher an die Lebenswelt der heutigen Kinder und Jugendlichen, die immer mehr miteinander vernetzt und über verschiedene Medien gleichzeitig verbunden sind. Um das Lesen interessant und für alle zugänglich zu machen, muss es zu einer persönlichen, interaktiven und gemeinsamen Erfahrung werden.

Aus Lesen eine Leidenschaft machen: Das ist es, was wir seit über 40 Jahren mit den vereinfachten Lektüren vom ELi-Verlag möchten. Entdecken Sie die Liste der Titel in unseren Katalogen für Kinder, Jugendliche und (junge) Erwachsene. Unsere Lektüren sind für die Sprachen Deutsch (DaF), Englisch, Französisch, Italienisch, Spanisch, Russisch und Chinesisch verfügbar. Besuchen Sie www.eligradedreaders.com.