Aktuelles, Französisch, Mediathek

Juliette Gréco ist verstorben

Am 23. September 2020 verstarb Juliette Gréco im Alter von 93 Jahren. Sie gilt wie kaum eine Zweite als Personifikation des französischen Chansons.
Als “Muse der Existenzialisten” um Jean-Paul Sartre nutzte sie unter anderem zahlreiche literarische Texte für ihre Lieder. Die bekanntesten Autorinnen und Autoren, denen diese Ehre zuteil wurde, sind wohl Boris Vian, Jacques Prévert und Françoise Sagan.
Gréco zog sich in den letzten Jahren ihres Lebens aus Paris zurück, der Stadt, die sie geprägt hat und die sie auch nicht unmaßgeblich kulturell beeinflusst hat.
Zahlreiche Nachrufe ehren Juliette Gréco. So zum Beispiel auf SPIEGEL ONLINE und in Le Monde.

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Aktuelles, Allgemein, Deutsch, Mediathek

Erich Maria Remarque: zum 50. Todestag

Vor 50 Jahren, am 25. September 1970, starb mit Erich Maria Remarque einer der bedeutendsten Autoren des 20. Jahrhunderts. Sein Antikriegsroman „Im Westen Nichts Neues“ schildert die Kriegserlebnisse einer verlorenen Generation junger Männer und ihre Probleme, nach den Schrecken des Krieges in einer Zivilgesellschaft erneut Fuß zu fassen.
Remarque, der selbst Soldat im Ersten Weltkrieg war und verwundet wurde, begann seine schriftstellerische Karriere bereits 1917 mit 19 Jahren.
Am 31. Januar 1933, einen Tag nach Ernennung Hitlers zum Reichskanzler, verließ Remarque, der schon zuvor von den Nazis bedrängt wurde, Deutschland und siedelte in die Schweiz über. Ab 1939 lebte Remarque in den USA. Hier war es ihm im Gegensatz zu anderen Exil-Schriftstellerinnen und -Schriftstellern einfacher, Fuß zu fassen, da seine Werke schon früh ins Englische übersetzt wurden. Remarque, dessen Werke der nationalsozialistischen Bücherverbrennung zum Opfer fielen, kehrte nach dem Krieg nicht mehr nach Deutschland zurück, sondern lebte im Wechsel in der Schweiz und den USA. Sein bekanntestes Nachkriegswerk ist “Der schwarze Obelisk”.
Neue, zum 50. Todestag des Autors erschienene Bücher und Hörbücher finden Sie unter diesem Link.

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Aktuelles, Englisch, Mediathek

Alles Gute zum 130. Geburtstag, Agatha Christie

Heute wäre die große Kriminalschriftstellerin Agatha Christie 130 Jahre alt geworden.

Die Auflage aller ihrer Bücher soll etwas um 2 Milliarden betragen. Damit ist Christie eine der erfolgreichsten Schriftstellerinnen aller Zeiten. Sie verfasste 66 Kriminalromane und fand daneben noch Zeit, ihrem zweiten Ehemann Max Mallowan, der Archäologe war, bei seinen Grabungen im Irak und in Syrien zu helfen.

“Lesen fürs Leben” feiert die Erfinderin von Miss Marple, Hercule Poirot und unzählbaren (doch nicht so ganz) perfekten Verbrechern standesgemäß mit der Titelmelodie der Miss Marple-Spielfilme.

Wer Bücher von Agatha Christie im Unterricht einsetzen will, wird hier fündig.

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Aktuelles, Allgemein

Mehrheit der Kinder liest regelmäßig

Das sind gute Nachrichten: Eine Studie des „Kinder Medien Monitor 2020“ hat festgestellt, dass 77% aller 4- bis 13-jährigen in ihrer Freizeit regelmäßig lesen. Zwar sind andere Medien wie Filme, Fernsehen und Serien mit 94% noch deutlich überrepräsentiert, aber das Lesen ist dennoch offensichtlich eine Tätigkeit, die viele Kinder auch heute noch in ihren Bann zieht. Mehr zur Studie unter diesem Link.

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Print oder digital: Lesen heute

Seit es elektronische Medien gibt, ist immer wieder die Frage diskutiert worden, ob eine elektronische Lektüre einer klasssischen unter- oder überlegen wäre. Nicht wenige haben sich auf einer der beiden Meinungsseiten verschanzt und vertreten mit Nachdruck die Print- oder die Digitalseite.
Aber ein klassischer Antagonismus ist wie so oft auch hier nicht wirklich erforderlich. Experten plädieren für eine duale Lesestrategie, heißt: in der richtigen Situation das richtige Medium. Interessant ist vor allem, dass die Fragestellung immer wieder auftaucht, obwohl doch im klassischen Buchgeschäft ein E-Book-Anteil von rund 5% nicht dazu angetan ist, das Ende des gedruckten Buches zu reklamieren. Und anders herum zu meinen, ein Text von Thomas Mann oder Shakespeare wäre auf einem E-Book-Reader weniger “wert” als auf Papier ist gleichermaßen absurd.
Wie so oft dürfte die Wahrheit in der Mitte liegen. Deutschlandfunk Kultur hat sich in der Serie “Zeitfragen” mit dem Thema “Buch oder Bildschirm?” beschäftigt. Ein interessanter Audio-Beitrag, der uns als Leserin oder Leser zu nicht mehr und nicht weniger anregen sollte als zum Lesen selbst. Viel Spaß beim Hören unter diesem Link!

Ergänzend dazu auch ein Beitrag des Deutschlandfunks zur immer wichtiger werdenden Rolle von Hörbüchern. Mehr unter diesem Link.